Umfrage zu Online-Kletterführer

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simplygoodtopos
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Umfrage zu Online-Kletterführer

Beitrag von simplygoodtopos » Do 11.Jan.2018 14:13

Hi Leute

Als begeisterte Kletterer haben mein Kollege und ich ein Uni-Projekt für einen innovativen Kletterführer mit Fokus auf Qualität und Nachhaltigkeit aufgezogen. Hier haben wir eine Webseite zur Idee mit einem ersten, simplen Prototypen erstellt:
https://www.simplygoodtopos.com/

Wir stehen damit aktuell noch am Anfang und wären super froh, wenn ihr uns ein paar Minuten eurer Zeit schenkt und unsere Umfrage ausfüllt (max. 12 Fragen, dauert ca. 5 Minuten):
https://www.simplygoodtopos.com/umfrage

Natürlich freuen wir uns auch über jedes Feedback darüber hinaus :)

Bergsportliche Grüsse,
Michael

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domi
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Re: Umfrage zu Online-Kletterführer

Beitrag von domi » So 21.Jan.2018 09:47

Sicher gut gemeint - doch wohl etwas über das Ziel herausgeschossen, meint ihr nicht? Dass man nicht noch gerade die Griffe eingezeichnet hat und mit re bzw li beschriftet, wundert mich etwas... wo bleibt da das Spannende und etwas kribbelige des Unbekannten, das man ja gerade am Fels erleben kann?! Wer auf solche Topos angewiesen ist, möge doch in der Halle bleiben - die bestehenden Topos reichen doch mit ihren Informationen völlig aus. Sonst gibts ja noch den Clipstick oder so... :rocking:

Also bitte - lasst das Felslettern nicht auch noch zur Volksverblödung und Konsumjunkiebeschleunignung beitragen -
lieber Gruss Domi

Patrik Müller
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Re: Umfrage zu Online-Kletterführer

Beitrag von Patrik Müller » So 21.Jan.2018 12:06

Danke Domi
Du spricht es aus was ich in einer ersten Antwort den Umfragenden auch mitgeteilt hatte. Definitiv weit über das Ziel hinausgeschossen, auch wenn mit GPS und Drohnen eine Felswand so dokumentiert werden kann. Im nächsten Schritt die Griffe bezeichnen und fertig ist es mit dem on-sight klettern.
Solche gigantische Projekte haben leider oft auch den Charakter, dass sie mit dem Interessewechsel der Initianten augenblicklich veralten und als www-Leichen dahinserbeln.
Zudem das mit dem Sanieren und Erschliessen eine weitere "offene Tür" einrennt die es mit den lokalen Kletterern, den IG's oder dem Verein ReBolting bereits gibt. Wer will findet immer Orte wo er seine Anliegen, oder Geldmitel deponieren kann. Und, auch das eine Erfahrung meinerseits: Es ist nich immer nur gut, wenn viele Mittel zur verfügung stehen um ganze Klettergebiete in einem Aufwisch zu "sanieren".
Was bin ich für ein konservativer Mensch, aber irgendwie beschleicht mich hier ein ungutes Gefühl in welche Richtung der Klettersport driften soll: Distanzangaben zwischen den Haken? Hallenklettern outdoor? Es fehlen noch die Begrenzungslinien wo bereits die nächste Route anfängt damit man ja nicht übertritt...
Hallenkletter lasst euch Zeit damit ihr euch daran gewöhnen könnt wie es in den Klettergärten und am "real-rock" zugehen kann. Dann erlebt ihr vielleicht das von den Profis und dem Outdoor-business propagierte Gefühl von Freiheit und "sicherem" Abenteuer. Wer das nicht aushalten kann, oder will, darf aber weiterhin uneingeschränkt dem Hallenklettern oder Bouldern fröhnen wo die Hakenabstände einer DIN Norm entsprechen, die Routen mit Farbe markiert sind und der Boden mit Matten ausgepolsert ist.

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